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Letzte Aktualisierung: Don, 27. Sept 2001
Eine Resolution zur Stärkung der Biowaffen-Konvention
Gemeinsam mit dem Friedensinitiativen in Genf und den USA haben wir Anfang des Jahres international Unterschriften für eine Resolution zur Stärkung der Biowaffen-Konvention gesammelt. Mehr als 100 Organisationen aus über 25 Ländern haben den Aufruf unterstützt, der Ende April in Genf von Jan van Aken dem Vorsitzenden der Genfer Verhandlungen, Botschafter Tibor Toth, übergeben wurde.

April 2001

Zivile Organisationen rufen alle Regierungen auf, das weltweite Verbot von biologischen Waffen zu stärken
Biologische Waffen stellen eine einzigartige Waffengattung dar, da sie auch lebende Organismen mit einschließen, die sich fortpflanzen und ihre zerstörende Wirkung in Raum und Zeit über das eigentliche Ziel hinaus entfalten können. Die Bedrohung von Mensch und Umwelt durch biologische Waffen hat zu einem weltweiten Verbot dieser Waffen geführt. Die "Biological and Toxin Weapons Convention" (BTWC) von 1975, die von 143 Ländern ratifiziert wurde, verbietet die Entwicklung und den Besitz aller biologischer Waffen.
Die vergangenen zehn Jahre waren Zeuge einer dramatischen und rapiden Veränderung in den Bio-Wissenschaften, die die Entwicklung von Biowaffen vereinfachen können. Zivilgesellschaftliche Organisationen in der ganzen Welt sind besorgt darüber, dass die BTWC keinen Mechanismus vorsieht um die Einhaltung der Konvention zu überprüfen. Um dieses Problem zu lösen, haben Vertragsstaaten der Biowaffen-Konvention 1994 eine Ad Hoc Gruppe etabliert, um ein Protokoll zur Stärkung der Konvention zu entwerfen. Das Ziel war, die Verhandlungen noch vor der Fünften Vertragsstaaten-Konferenz der BTWC Ende dieses Jahres in Genf zum erfolgreichen Abschluss zu bringen. Wir rufen alle Regierungen auf, die größtmöglichen Anstrengungen zu unternehmen, um einen Konsens über ein starkes Protokoll mit den folgenden Bestandteilen zu erzielen: breite Kriterien für die Erfassung von (biologischen) Einrichtungen, nach dem Zufallsprinzip ausgewählte Besuche bei allen erfassten Einrichtungen, Mechanismen zur Klärung von Unklarheiten, auf Verdachtsmomenten beruhende Investigationen sowie ein System zur Erfassung von Exporten.
Der globale Konsens gegen den nicht-friedlichen Einsatz lebender Organismen ist zunehmend in Gefahr. Einige Programme verwischen die Grenze zwischen friedlichen und feindlichen Anwendungen biologischer Mittel, wie zum Beispiel pathogene Pilze, die zur Zeit für die Vernichtung von Drogenpflanzen entwickelt werden. Derartige Versuche unterminieren das weltweite Tabu gegen die Entwicklung und Anwendung von biologischen Waffen.

Wir rufen die Fünfte Vertragsstaaten-Konferenz der BTWC im November 2001 in Genf auf, sich dieser Angelegenheiten anzunehmen und
- das umfassende Verbot aller nicht-friedlicher Anwendungen von lebenden Organismen und Toxinen zu bestätigen, egal ob sie Menschen, Tiere, Pflanzen oder Materialien angreifen,
- in der Abschlusserklärung zu bekräftigen, dass es in der BTWC keine Ausnahmen für polizeiliche Maßnahmen gibt, und
- festzustellen, dass jegliche Anwendung biologischer Mittel gegen eine Nation, eine regionale Gruppe oder Individuen gegen deren Willen keinen friedlichen Zweck darstellt und damit nach der BTWC verboten ist.
Abschließend rufen wir alle Regierungen auf jeden notwendigen Schritt zu unternehmen um das weltweite Verbot biologischer Waffen zu stärken.

Für eine Welt in Frieden, und eine Welt in Frieden mit der Umwelt.

Internationale Organisationen
Ecoropa
Friends of the Earth International
Greenpeace International
Indigenous Peoples Council on Biocolonialism
International Association of Lawyers Against Nuclear Arms
International Peace Bureau
International People´s Health Council - IPHC
Nonviolence International
Pacific Campaign for Disarmament and Security
RAFI – Rural Advancement Foundation International
Red Interamericana de Agricultura y Democracia (RIAD)
Regional Committee for the Promotion of Community Health (Central America)
Sunshine Project
Third World Network
Women's International League for Peace and Freedom
Women for peace/femmes pour la paix/mujeres para la paz
49th Parallel Biotechnology Consortium

Lokale/Nationale Organisationen
ANPED, The Northern Alliance for Sustainability; UK
Arbeitsgruppe Schweiz-Kolumbien, Switzerland
AS-PTA - Assessoria e Serviços a Projetos em Agricultura Alternativa, Brazil
Australian Ethical Investment Ltd.
Begegnungszentrum fuer aktive Gewaltlosigkeit, Austria
Biodynamic Agricultural Association; UK
Biolatina.org; Canada
Biowatch; South Africa
Campaign for Nuclear Disarmamemnt; UK
Campaign for Nuclear Disarmament Cymru; Wales
Campaign for Responsible Transplantation; USA
Campaign for the Accountability of American Bases
CISAS - Centro de Informacion y Servicios de Asesoria en Salud ; Nicaragua
COECOCeiba-Friends of the Earth Costa Rica
Comitato Scientifico Antivivisezionista (CSA); Italia
Community Anti Nuclear Network of Western Australia
Concerned Citizen; Australia
Confederación Sindical de Comisiones Obreras (CC.OO.), Spain
Consumers Union of Japan
Council for Responsible Genetics; USA
Disarmament and Security Centre, Christchurch, New Zealand
Econexus (UK)
EcoPravo-Kyiv Environmental Law NGO, Kyiv, Ukraine
Environment Centre of the Northern Territory, Australia
Environmental Research Foundation; USA
FAIR, New Zealand
Far North Queensland Toxic Link, Australia
Fondo Imperatrice Nuda contro la sperimentazione animale (FIN); Italia
Friends of the Earth; Cyprus
Friends of the Earth; New Zealand
GE-Free Bathurst, Australia
GeneWatch (UK)
German NGO Forum Environment & Development, Working Group on Biodiversity
Global Response; USA
Green Party of Aotearoa; New Zealand
Grupo de Estudios Ambientales; Mexico
Heritage Seed Curators Australia Inc.
IATP - Institute for Agriculture and Trade Policy, USA
IBASE - Brazilian Institute of Social and Economic Analyses
Indian Institute for Peace, Disarmament & Environmental Protection
Institute of Science in Society; UK
Instituto Sindical de Trabajo, Ambiente y Salud, Spain.
KALIKASAN-People's Network for the Environment, Philippines
Ligue Internationale des Femmes pour la Paix et la Liberté, Section Française
Local Government Training Centre of Latvia
LØS, The Danish Association of Sustainable Communities; Denmark
Mankato Area Environmentalists; USA
Matrix Community Radio Collective, Montreal Quebec
Medact, UK
Medical Association for the Prevention of War, Australia
Medico International, Germany
Mission Pakapieni; Latvia
Mouvement de la Paix, France
Movimiento Autoridades Indígenas de Colombia
National Action Committee on the Status of Women, Quebec
National Ecological Centre of Ukraine
NOAH, Friends of the Earth; Denmark
Northwest Resistance Against Genetic Engineering; USA
OGM dangers, France
Organic Consumers Association, USA
Pacific Institute of Resource Management; New Zealand
Pax Christi im Bistum Fulda; Germany
Peace Foundation, New Zealand
People for Nuclear disarmament, Western Australia
Physicians and Scientists for Responsible Genetics; New Zealand
Programa Cambios-Una, Costa Rica
Proposition One Committee, Washington DC, USA
Quaker Peace & Social Witness, UK
Reforest the Earth, UK
ReproKult - Frauen Forum Fortpflanzungsmedizin, Germany
Roots for Equity, Pakistan
Scientists for Global Responsibility (UK)
Shenandoah Ecosystems Defense Group, Charlottesville, VA, USA
Sociedad Española de Agricultura Ecológica (SEAE), Spain
South Australian Genetic Food Information Network
The Corner House, UK
The Edmonds Institute, USA
The Genetics Forum, UK
THE GREEN CAMPUS SOCIETY, Canada
The Midwest Anti-Drift Coalition; USA
The Zhaba Collective, Hungary
Ventura county green party; USA
Vereinigung Deutscher Wissenschaftler - Federation of German Scientists
Virginia Forest Watch, Wytheville, VA, USA
Virginians for Wilderness, Staunton, VA, USA
VOICE (Voice of Irish Concern for the Environment)
Voice of Women, Quebec
Washington Biotechnology Action Council
World Court Project, UK
World Disarmament Campaign, UK
Zelenyi Svit - Friends of the Earth Ukraine


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