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Letzte Aktualisierung: Saturday, August 24, 2002
Biowaffen-Telegramm Nr. 7

Künstliches Poliovirus.... Irak und Biowaffen.....Urteil wg. japanischem Biowaffenprogramm erwartet.... nicht-tödliche Biowaffen in den USA ..... Debatte um Veröffentlichung von Forschungsdaten .... US-Meldepflicht für gefährliche Erreger ... BTWC Überprüfungskonferenz im November ...

Sunshine-Project - Erstellt mit Mitteln der Berghof Stiftung
14. August 2002

1. Künstliches Poliovirus

Das Poliovirus (Erreger der Kinderlähmung) wurde von einem Forscherteam der State University of New York in Stony Brook in einer chemischen Synthese künstlich nachgebaut. Dazu wurde die Gensequenz des Virus im Reagenzglas neu zusammengesetzt. Die Sequenz des Poliovirus ist bekannt und in Datenbanken öffentlich verfügbar. Die Forscher setzten kurze DNA-Stränge, die sie bei einer Dienstleistungsfirma bestellt hatten, in ihrem Labor zum kompletten Polio-Genom zusammen (Originalveröffentlichung in Science online vom 12. Juli, Kopie als pdf-Datei beim Sunshine Project erhältlich).

Diese Methode ließe sich auch auf andere Erreger übertragen, die eine ähnliche kurze DNA-Sequenz haben wie das Poliovirus. Dazu zählen mindestens fünf Erreger, die auch als potentielle Biowaffen-Agenzien gelten: Ebola, Marburg, Venezuelanische Pferde-Enzephalitis, Gelbfieber und von Zecken übertragene Enzephalitis. Das Pockenvirus hingegen ist mit über 200.000 Basenpaaren (DNA-Bausteinen) jedoch weitaus größer und ist wohl (noch) nicht mit dieser Methode künstlich zu erzeugen. Polio selbst eignet sich nicht als biologische Waffe, insofern hat dieses Experiment auch keinerlei Konsequenzen für die geplante weltweite Ausrottung des Poliovirus und die dann sinnvolle Beendigung der Impfungen gegen Polio.

Es muss betont werden, dass es für jeden potentiellen Biowaffen-Täter wohl sehr viel einfacher ist, sich die entsprechenden Erreger aus natürlichen Quellen zu organisieren. Bis auf das Pockenvirus sind alle anderen potentiellen Biowaffen-Erreger noch natürlich verbreitet und damit - zumindest für entsprechende Experten - jederzeit zugänglich. Für die Ebola- und Marburg-Viren trifft dies zugegebenermaßen nur eingeschränkt zu.

Aus wissenschaftlicher Sicht ist der künstliche Nachbau eines Virus nicht besonders überraschend, die Methoden waren bekannt und viele Experten hielten das schon seit längerem für möglich. Es dann tatsächlich zu machen, setzt aber natürlich viele Ängste und Emotionen (und Gelder für die Biowaffen-Abwehr...) frei. Vielleicht erklärt sich damit, warum ausgerechnet das US-Militär eine solche Forschung finanziert. Das Experiment wurde von Fachleuten auch als "Stunt" bezeichnet und die Veröffentlichung in Science scharf kritisiert (s. dazu Science Vol 297, S. 749 und S. 769).

Das Experiment löste auch eine Debatte über mögliche Gegenmaßnahmen aus, z.B. ein eingeschränkter Zugang zu genetischen Daten, oder stärkere (Export-)Kontrollen von maßgeschneiderten DNA-Sequenzen. Ein guter Überblick dazu in der Washington Post vom 17. Juli und in der New York Times vom 12. Juli. .

Wie die Londoner Sunday Times am 4. August berichtete, haben Reporter die Probe aufs Exempel gemacht und zwei kurze DNA-Stränge mit Sequenzen aus dem Ebola-Genom bei einer Dienstleistungsfirma bestellt. Sie bekamen sie unbesehen geliefert. Zum einen ist dies jedoch wenig verwunderlich, da derartige Dienstleistungen keinerlei Kontrollen unterliegen, zum anderen helfen die kurzen DNA-Stränge allein auch nicht viel weiter - es ist tatsächlich eine aufwändige und recht komplexe Aufgabe, diese kurzen Stränge in der richtigen Reihenfolge intakt zusammenzusetzen. Die Redaktions-Spülküche hätte dafür nicht ausgereicht.

2. Irak und biologische Waffen

Es ist weiterhin schwierig, eine Einschätzung darüber abzugeben, ob der Irak derzeit über biologische Waffen verfügt oder nicht. Der Irak verweigert den UN-Inspektoren seit vier Jahren die Einreise, insofern sind derzeit keine unabhängigen Informationen zu bekommen. Am 1. August hat die irakische Regierung den Leiter der neu gebildeten UN-Untersuchungskommission UNMOVIC, Hans Blix, zu Gesprächen nach Baghdad eingeladen. Blix und Kofi Annan lehnten dies mit der Begründung ab, dass der Irak zunächst den Inspektionen durch die UNMOVIC zustimmen müsste, bevor es zu technischen Gespräche im Irak kommen könnte (Hier dazu ein Artikel in der Washington Post).

Weder die amerikanische noch eine andere Regierung haben bislang überzeugende Beweise für die immer wieder erhobene Anschuldigung geliefert, dass der Irak nach dem Rückzug der UN-Inspektoren der UNSCOM vor knapp vier Jahren sein Biowaffen-Programm wieder aufgenommen hat. In einem sehr umfangreichen Übersichtsartikel hat die Washington Post am 31. Juli das Dilemma unter der Überschrift "In assessing Iraq`s arsenal, the reality is uncertainty" zusammengefasst (Hier der link). Darin wird aufgezeigt, dass es einerseits eine Fülle von Hinweisen auf eine (auch biologische) Aufrüstung im Irak gäbe, die alle jedoch nicht wirklich überzeugend seien. Der Senator Bob Graham (Demokrat aus Florida), der als Vorsitzender des Senatsausschusses für Geheimdienste eine Reise durch den Mittleren Osten gemacht hat, wird mit den Worten zitiert:

"Die zentrale Tatsache ist Unsicherheit, und die Geschichten der Überläufer bestätigen das nur. (...) Keiner von den Leuten, mit denen wir uns getroffen haben, hat angegeben, überzeugendes Wissen über den Status des irakischen Waffenprogrammes zu haben."

Bislang habe das Weiße Haus keine Belege für neue Biowaffenprogramme vorgelegt, auch nicht in den geheimen Berichten für den US-Kongress. Nach dem Artikel in der Washington Post gibt es zwar ein Mosaik aus Berichten von Überläufern und Satellitenbildern, die insgesamt aber mehr Fragen aufwerfen als sie beantworten.

Sicher ist nur, dass der Irak bis in die 1990er Jahre hinein ein umfangreiches Biowaffen-Programm unterhalten hat. Das Wissen und die Expertise ist im Land immer noch vorhanden, ebenso sicherlich Material und Ausrüstung, um ein neues Programm wieder aufzubauen.

In den vergangenen Wochen hat die britische Times in zwei Berichten Behauptungen über ein irakisches Biowaffen-Programm aufgestellt, deren Wahrheitsgehalt von hier aus jedoch nicht beurteilt werden kann:

Nach der Times online vom 12. Juli (Hier der link) hat der irakische Bauunternehmer Adnan Saeed al-Haideri Hinweise auf mögliche Biowaffen-Laboratorien gegeben. Von 1992 bis 2001 war er am Bau verschiedener Laboratorien beteiligt, darunter auch angeblich geheimen biologischen Laboratorien unter dem Saddam Hussein Krankenhaus im Zentrum Baghdads. In dem Artikel in der Times bleibt offen, aufgrund welcher Indizien al-Haideri vermutet, dass diese Labors für ein Biowaffenprogramm genutzt werden.

Laut der Times vom 3. August existiert ein geheimes Dossier der britischen Regierung, nach dem das irakische Regime plant, palästinensische Gruppen mit Biowaffen für Angriffe auf israelische oder amerikanische Ziele auszurüsten. Angeblich hätten amerikanische Spionagesatelliten Belege dafür gefunden, dass der Irak in mobilen Laboratorien Biowaffen entwickelt. Diese Angabe ist nur schwer nachzuvollziehen, denn es ist nicht sehr wahrscheinlich, dass Satelliten mobile biologische Laboratorien als solche identifizieren könnten.

3. Prozess wegen japanischer Biowaffen-Forschung im 2. Weltkrieg nähert sich dem Ende

Wahrscheinlich am 27. August wird ein japanisches Gericht das Urteil in einem Zivilprozess sprechen, den 180 Angehörige chinesischer Opfer der japanischen Biowaffen-Forschung im 2. Weltkrieg gegen die japanische Regierung angestrengt haben. Sie fordern Entschädigung und eine Entschuldigung für den Tod ihrer Familienangehörigen. Die berüchtigte Einheit 731 der kaiserlichen japanischen Armee hatte Anfang der 1940er Jahre im besetzten China ein umfangreiches Biowaffenprogramm aufgebaut und bei Versuchen wohl über 3000 chinesische Kriegsgefangene getötet. Reuters berichtete am 30. Juli von der Aussage eines ehemaligen Mitglieds der Einheit 731. Der 78jährige Yoshio Shinozuka gestand ein, selbst an Menschenversuchen beteiligt gewesen zu sein. Die vollständige Reuters-Meldung, die sehr eindrucksvoll die Zeugenaussage von Yoshio Shinozuka beschreibt, findet sich unten im Anhang an dieses Telegramm.

4. Nicht-tödliche Biowaffen in den USA

Die Recherchen des Sunshine Projects über die Nutzung psychoaktiver Drogen als nicht-tödliche Waffen (siehe Telegramm Nr. 6) finden zunehmend Beachtung in den USA. Am 2. August berichtete das Wissenschaftsmagazin Science (Vol. 297, S. 764) über die Forschungen der US-Militärs. Darin wird auch darauf Bezug genommen, dass die US-Regierung versucht, die Verbote der Bio- und Chemiewaffen-Konventionen dadurch zu umgehen, dass die Forschungsprojekte nicht beim Verteidigungsministerium, sondern z.B. beim Justizministerium angesiedelt werden. Dies wird durch ein geheimes Memorandum zwischen der britischen und der amerikanischen Regierung belegt.

Dieses und viele andere Dokumente, die das US-amerikanische Büro des Sunshine Project in den vergangenen Wochen über den "Freedom of Information Act" recherchiert hat, sind jetzt online auf der Webseite der amerikanischen Kollegen (www.sunshine-project.org) erhältlich.

Am 12. August veröffentlichte das Sunshine Project ein weiteres Dokument, diesmal aktuell aus dem Jahre 2002, dass das Interesse der US-Militärs an gentechnisch veränderten Biowaffen zur Materialzerstörung belegt. Die englischsprachige Presseerklärung dazu findet sich hier.

5. Debatte über Zurückhaltung biomedizinischer Forschungsergebnisse

Die Diskussion um Bioterrorismus, die besonders in den USA immer noch sehr intensiv geführt wird, erfasst jetzt auch zunehmend die biomedizinischen Wissenschaften. Durch die Veröffentlichung des künstlich hergestellten Poliovirus noch zusätzlich geschürt, wird immer häufiger die Frage gestellt, ob bestimmte Forschungsergebnisse überhaupt veröffentlicht werden dürfen. Offensichtlich fragen insbesondere Mikrobiologen, die eine Publikation einreichen, immer häufiger nach, ob bestimmte Details der Forschungsmethodik unveröffentlicht bleiben können. Dies widerspricht der grundsätzlichen Anforderung, dass Forschungsergebnisse so veröffentlicht werden müssen, dass sie von anderen reproduziert werden können. Das amerikanische Verteidigungsministerium hatte zu dieser Frage Herausgeber wissenschaftlicher Publikationen für den 12. August zu einer Diskussion eingeladen. Die National Academy of Sciences in den USA plant für den Herbst einen Kongress zum Thema (Nature Vol. 418, S. 472; Science Vol. 297, S. 749-750).

(Anmerkung: Die Debatte um die Veröffentlichung wissenschaftlicher Arbeiten greift unserer Ansicht nach zu kurz und basiert auf der falschen Annahme, dass jede Forschung in den USA per se guten Zwecken dient und nur ein Missbrauch durch andere - Terroristen oder so genannte Schurkenstaaten - verhindert werden muss. Aus unserer Sicht sollte die Diskussion jedoch breiter geführt werden und auch darum gehen, ob bestimmte Arbeiten überhaupt durchgeführt werden sollten. Die Grenze zwischen offensiver und defensiver Forschung ist bei den Biowaffen bekanntlich fließend. Deshalb sollte die scientific community sich jetzt daran beteiligten, bestimmte Grenzen für ihre Forschung festzulegen, wie z.B. ein Verbot gentechnischer Experimente mit potentiellen Biowaffen-Erregern in militärisch finanzierter Forschung. Mehr dazu in dem Artikel "Grenzen für die biologische Abwehrforschung" hier.

6. US-Laboratorien müssen den Besitz gefährlicher Erreger melden

Am 12 Juni trat in den USA ein Gesetz in Kraft, nach dem alle Laboratorien, die bestimmte gefährliche Erreger besitzen, sich bei den Gesundheitsbehörden registrieren lassen müssen. Wer dies nicht meldet, oder aber wer diese Erreger an jemandem ohne die entsprechende Registrierung weitergibt, kann mit Geldstrafe oder Gefängnis bis zu fünf Jahren bestraft werden (Hier der link zu einem Hintergrundartikel der amerikanischen Mikrobiologen-Vereinigung). Gemeldet werden müssen Erreger, die als potentielle Biowaffen-Agenzien gelten, darunter 13 Virenarten und 7 Bakterienarten, einschließlich Milzbrand, Pest und Hasenpest. Die komplette Liste ist hier erhältlich. Eine vergleichbare Regelung gilt auch für Erreger gefährlicher Tierkrankheiten.

7. Überprüfungskonferenz zur Biowaffen-Konvention rückt näher

Die Fortsetzung der Fünften Überprüfungskonferenz zur Biowaffen-Konvention wird vom 11. - 22. November in Genf stattfinden. Derzeit finden wohl bereits Konsultationen hinter verschlossenen Türen statt, von denen bislang jedoch noch nichts nach außen dringt. Im vergangenen Dezember wurde die Fünfte Überprüfungskonferenz nach dreiwöchigen Verhandlungen ergebnislos vertagt, nachdem die US-Delegation am letzten Tag der Konferenz unannehmbare Forderungen aufgestellt hatte.

8. Diverses

  • Experten sind sich uneinig über den möglichen Verlauf einer Pockenepidemie: Unter der Überschrift "How devastating would a smallpox attack really be?" hat das Wissenschaftsmagazin Science am 31. Mai (Vol 296, S. 1592-5) verschiedene Expertenmeinungen darüber vorgestellt, wie schnell und wie weit sich die Pocken wohl ausbreiten würden. Bei weitem nicht alle Experten sind der Auffassung, dass unaufhaltbar Millionen Menschen weltweit infiziert würden.

  • Mitte Juli gab das FBI erneut eine Terror-Warnung heraus, die sich speziell auf die Wasserversorgung in den USA bezog. Dazu veröffentlichte das Center for Defense Information in Washington einen interessanten Kommentar. Darin wird z.B. darauf verwiesen, dass die Wasserversorgung eines kleinen, begrenzten Gebietes darüber kontaminiert werden kann, dass mit Hilfe einer starken Pumpe Gifte oder Erreger durch einen normalen Wasserhahn in das Wasserleitungssystem hineingepresst werden und somit die benachbarten Häuser bzw. Wohnungen erreichen könnten (Hier der link).

  • Das US-Außenministerium hat "erhebliche Bedenken" ("major and legitimate concern"), dass Kuba ein Biowaffen-Programm unterhält. Dies teilte John Bolton, Undersecretary for Arms Control, in einem Brief amerikanischen Parlamentariern mit. Allerdings habe man keine "smoking gun" gefunden. (Washington Times, 24. Juli 2002).

  • Die Bioterrorismus-Hysterie in den USA nimmt streckenweise die Züge einer Hexenjagd an. So wird jetzt ein Student der Universität von Connecticut strafrechtlich verfolgt, weil er mit dem Besitz verbotener biologischer Agenzien gegen den USA Patriot Act verstoßen haben soll. Nach der Darstellung des Studenten hat er beim Aufräumen eines Kühlschrankes im Labor der Universität Milzbrandproben aus den 1960er Jahren gefunden, die er dann nach Rücksprache mit seinem Chef in einem anderen Tiefkühlschrank gelagert hat. Dies verbietet jedoch der im Oktober erlassene Patriot Act. (Science Vol. 297, S. 751).

  • In den USA ist eine Debatte darüber entbrannt, wie weit der Staat im Falle eines Biowaffen-Anschlages bzw. einer tödlichen Epidemie in der Einschränkung von bürgerlichen Freiheitsrechten gehen darf. Ein Auslöser für die Debatte war die Vorlage eines Modell-Gesetzes (Model State Emergency Health Powers Act) für die einzelnen Bundesstaaten durch das CDC. Darin werden konkrete Maßnahmen z.B. für den Fall einer Pocken-Epidemie vorgeschlagen, die den staatlichen Gesundheitsbehörden sehr viel Macht einräumen und weit gehende Zwangsmaßnahmen erlauben würden. Eine gute Übersicht über die Debatte gibt ein Artikel von George Annas im New England Journal of Medicine (Vol. 346, 1337-1342). Laut einer Meldung von USA Today vom 23. Juli haben aufgrund der Proteste zwei Drittel der US-Bundesstaaten dieses Gesetz bislang nicht übernommen (Hier der link).

9. Anhang:

I Was War Criminal, Says Japan Bio-Warfare Soldier

July 30, 2002; By Jane Macartney

TOKYO (Reuters) - A Japanese court should look to its conscience when it rules next month on the deaths of Chinese used as guinea pigs by a top secret Japanese biological warfare unit in World War II, a veteran of the program said Tuesday.

"I was a member of Unit 731 and I have done what no human being should ever do," said Yoshio Shinozuka, 78, a former Imperial Army soldier who conducted experiments and vivisections on Chinese captives near the northern Chinese city of Harbin.

Shinozuka has given testimony on the secret activities of Unit 731 on behalf of 180 Chinese who are suing the Japanese government for compensation and an apology for deaths of family members they say were killed in experiments at the world's first biological warfare laboratory.

"These human beings were called logs. We said we have chopped one log, two logs," the slight, balding, bespectacled Shinozuka said in an address to foreign correspondents in Tokyo.

"Human beings were synonymous with logs."

The court is due to rule Aug. 27 in the case, which has brought to light details of Unit 731. Some 3,000 Chinese are believed to have died in experiments to mass produce diseases such as cholera, bubonic plague and anthrax as weapons of war.

"This lawsuit ... is to question the conscience of Japan as a whole," Shinozuka said.

But he hinted that he did not expect the plaintiffs' demand for an apology to succeed even though he estimated 250,000 people died as a result of experiments devised by the secret biological testing center.

Shinozuka declined to comment directly on the likely outcome of the case, filed in 1997, but said recent history showed Japanese courts were unlikely to issue an apology.

IF YOU'RE WRONG, SAY SORRY

"There is a very clear trend now to admit facts but to reject an apology for the facts," he said. "But if you admit that you have done something wrong, you apologize. That is the way a man should live."

Japanese courts have in recent months ruled in favor of plaintiffs suing private companies for their use as wartime forced labor.

However, no case against the government has gone this far. Most have been rejected on the grounds that the 1951 San Francisco Treaty that officially ended the war also put a full stop to claims for compensation against Japan.

Describing the grisly activities of Unit 731 in minute detail, Shinozuka said he took part himself in the vivisection of five Chinese prisoners as well as in the mass production of cholera, typhoid and bubonic plague germs.

It was his job to wash the prisoners with a hose and scrub them with a brush before the operations began. As soon as a stethoscope had been used to check the heartbeat, a knife was wielded on the victim.

"So this unit thus cruelly murdered human beings, first by caging them up and then by killing them," he said.

Asked whether Allied prisoners or Russians had been among the human guinea pigs at Unit 731, destroyed along with any human evidence as Soviet troops advanced at the end of the war, Shinozuka said he knew of no Allied prisoners.

"But it was not only Chinese. I saw one Russian woman," he said.

Shinozuka, who was held in a prison camp in China until 1956, said he deeply regretted his own actions.

"What I have done in China entirely comprised war crimes, what I admit are very serious war crimes," he said.



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