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Letzte Aktualisierung: Saturday, August 24, 2002
Biowaffen-Telegramm Nr. 2

Gentechnik in britischem Militärlabor.......Schweizer Bank angeblich in BW-Transaktion verwickelt..... Britische Vorschläge für Biowaffen-Konvention erwartet.... Milzbrandbriefe.... Stinkbomben
Sunshine-Project - Erstellt mit Mitteln der Berghof Stiftung
01. März 2002
1) Gentechnik mit potentiellen Biowaffen-Erregern in britischem Militärlabor

Der Independet berichtete am 10. Februar 2002, dass in Porton Down, dem britischen Zentrum für biologische Abwehrforschung, gentechnische Arbeiten an einer Reihe von Erregern durchgeführt wurden, einschließlich Pest- und Hasenpestbakterien sowie Pockenviren. Der Bericht stützt sich dabei auf eine Liste der Regulierungsbehörde für gentechnische Arbeiten in Großbritannien.

Laut diesem Bericht wurde ein Teil der gentechnischen Arbeit zum Zwecke der Impfstoff-Entwicklung durchgeführt, aber offensichtlich auch zur Abschätzung möglicher neuer Gefahren. So heißt es in dem Artikel: „But the research is also designed to anticipate lethal new GM bio-weapons that could be designed by hostile countries.” Damit erhalten frühere Spekulationen neue Nahrung, nach denen in Porton Down neue, gefährlichere genmanipulierte Erreger produzierte werden, um – so die Argumentation – auszuprobieren, was technisch alles möglich ist und so eine bessere Einschätzung potentieller Bedrohungen zu bekommen. http://news.independent.co.uk/uk/health/story.jsp?story=119233

2) Schweizer Bank angeblich an Finanzierung von Biowaffen-Programmen beteiligt

Nach einem Bericht im “American Reporter” (Vol. 8, No. 1777 vom 5. Februar) ist die Banca del Gottardo in Lugano daran beteiligt gewesen, ein oder mehrere Verkäufe eines russischen Anbieters von Biowaffen an radikalislamische Gruppen abgewickelt zu haben. Der Bericht beruht eher auf indirekten Indizien, die Beteiligten bestreiten die Vorwürfe.


3) Großbritannien kündigt Vorschläge für Biowaffen-Konvention an

Am 6. Januar kündigte der britische Außenminister Jack Straw an, dass seine Regierung “in Kürze” ein Papier vorlegen wird, in dem Maßnahmen zur Stärkung der Biowaffen-Konvention vorgeschlagen werden. Aus London ist zu hören, dass in den nächsten Tagen mit der Vorlage dieses Papier gerechnet werden kann. http://www.fco.gov.uk/news/speechtext.asp?5869

4) Milzbrandbriefe

Da die Standardversion eines genetischen Fingerabdruckes nicht ausreichte, um die Herkunft der Milzbrandsporen zu bestimmen, wurden neue, feinere genetische Analysemethoden entwickelt, mit denen es nach Auskunft eines beteiligten Forschers jetzt möglich sein sollte, genau festzustellen, aus welchem Labor die Sporen in den Briefen ursprünglich stammen (New York Times 13. 2. http://query.nytimes.com/search/abstract?res=F30B11F934580C708DDDAB0894DA404482

Das FBI schickt jetzt Briefe an 30.000 amerikanische Mikrobiologen mit der Bitte um Mithilfe bei der Suche nach dem Täter http://www.cnn.com/2002/US/02/04/inv.fbi.anthrax/index.html

Nach mehreren Pressemeldungen vom 25. und 26. Februar ist der Kreis der Verdächtigen jetzt auf 18-20 zusammengeschrumpft. Eine Meldung der Washington Times, nach der bereits ein Hauptverdächtiger gefunden wurde, ist bislang nicht bestätigt worden.

5) Forschung an ethnospezifischen Stinkbomben in den USA

In einer Presseerklärung vom 19.2 veröffentlichte das Sunshine Project Experimente in den USA, die darauf abzielen, widerliche Gerüche zur Aufstandbekämpfung zu entwickeln. Dabei sollen auch ethnisch spezifische Reaktionen getestet werden.



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