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Nicht-tödliche Chemiewaffen
Das Chemiewaffen-Übereinkommen (CWÜ) verbietet jegliche Art von chemischen Waffen - ob tödlich oder nicht; ob Nervengas oder Betäubungsmittel. Trotzdem ist in den letzten Jahren eine sehr gefährliche Entwicklung zu beobachten: Staaten wie Russland und die USA entwickeln aktiv neuartige, so genannte "nicht-tödliche" Chemiewaffen. Doch die Russen sind nicht die Einzigen, die ein verbotenes Chemiewaffenprogramm betreiben. Im September 2002 legte das Sunshine Project umfangreiche Belege für ein vergleichbares Programm in den USA vor. Das Pentagon untersucht derzeit eine Reihe von betäubenden oder Krämpfe auslösenden Chemikalien auf ihre Waffentauglichkeit und entwickelt parallel Gasgranaten für militärische Einsätze. Der Gasangriff von Moskau hat zudem unmissverständlich klar gemacht, dass jeder Einsatz chemischer Waffen immer auch Todesopfer fordern wird. Fast jede chemische Substanz wirkt tödlich, wenn sie überdosiert wird. Bei einem militärischen Einsatz kommt es zwangsläufig zu einer tödlichen Überdosierung - manchmal nur für einzelne, oft sogar für viele Menschen: Ein Theater ist eben kein Operationssaal, in dem für jeden Patienten die individuell richtige Dosis eines Betäubungsmittels eingesetzt werden kann. Eine ähnliche Entwicklung wie bei den Chemiewaffen lässt sich auch für den Bereich der Biologischen Waffen feststellen. Nicht-tödliche Biowaffen - wie Pilze zur Zerstörung von Drogenpfanzen und gentechnisch veränderte Mikroorganismen zur Materialzerstörung - befinden sich bereits im fortgeschrittenen Entwicklungsstadium, obwohl das Biowaffen-Übereinkommen alle Biowaffen verbietet und keine Ausnahmen für nicht-tödliche Waffen kennt. (Mehr Informationen zu nicht-tödlichen Biowaffen Programmen finden Sie unter den Themen Gentechnik und Biowaffen sowie Biowaffen-Forschung in den USA.) |
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Überblicksartikel: |