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Letzte Aktualisierung: Friday, November 07, 2003
Biowaffen-Forschung in den USA
Die US-Regierung betreibt nicht nur eine umfangreiche und zum Teil sehr kritisch zu betrachtende biologische Abwehrforschung, sondern auch eine offensiv ausgelegte Forschung an so genannten "nicht-tödlichen" Waffen. Dazu zählen Forschungen an Material-zersetzenden Mikroorganismen (siehe unten), aber auch der geplante Einsatz von Biowaffen im Drogenkrieg (mehr hierzu unter Agent Green), sowie die Entwicklung neuartiger Chemiewaffen (mehr hierzu unter Nicht-tödliche Chemiewaffen).

Hier folgen einige zusammenfassende Hintergrundartikel und Presseerklärungen zum Thema. Weitere Informationen und vor allem auch viele Origninaldokumente finden Sie
auf der homepage unserer US-KollegInnen. Viele Überschneidungen gibt es zudem zum Thema Gentechnik und Biologische Waffen.

Auf unseren Seiten zur Biowaffen-Konvention finden sich außerdem einige Artikel, die sich auf die rechtlichen Aspekte derartiger Forschungen konzentrieren.

Überblicks - und Hintergrundartikel:

3. Sept. 2003 - Biowaffen in Bagdad oder Baltimore?
Während die Suche nach ABC-Waffen im Irak buchstäblich im Sand verläuft, erhärtet sich zunehmend der Verdacht, dass die US-Regierung wieder aktiv in der Biowaffenforschung tätig ist - aktualisierter Artikel von Jan van Aken, ursprünglich erschienen in "Wissenschaft & Frieden" 3/2003; erscheint demnächst in Guillard/Göbel/Schiffmann (Hg.): Der Irak - ein befreites Land? Der neue Golfkrieg und seine Folgen, PapyRossa Verlag.

5. Oktober 2001 - Überblick: Brisante Biowaffen-Forschung in den USA
Nach den Terroranschlägen fürchten die USA Angriffe mit gefährlichen Erregern, untergraben aber selbst die Ächtung dieser Waffen durch fragwürdige "Defensivforschung". Gastartikel von Jan van Aken in der Frankfurter Rundschau vom 5. 10.2001

14. März 2002 - Materialfressende Mikroorganismen
Ein Hintergrundpapier des Sunshine Project über US-Forschung an gentechnisch veränderten Mikroorganismen, die auch als nicht-tödliche Biowaffen eingesetzt werden können

August 2001 -
Forschung an "nicht-tödlichen" Waffen in den USA
Sedierende Mittel und Stinkbomben - Ein englischsprachiges Hintergrundpapier vom August 2001


Aktuelles in chronologischer Reihenfolge

24. Okt. 2003 - Rizinproduktion an US-Universität
Warum werden an der Texas Tech Universität Rizinpflanzen extra für eine Produktion des - typischen B-Waffen-Toxins - Rizin gezüchtet (auf englisch).

9. Oktober 2003 - Tödlicher Grippestamm von 1918 gentechnisch wiederbelebt
US-Armeeforscher konstruieren Virus der "Spanischen Grippe" im Labor. Diese Versuche könnten leicht auch für militärische Zwecke missbraucht werden - ein sinnvoller medizinischer Nutzen ist jedoch nicht zu erkennen.

8. Mai 2003 - US Armee erhält Patent auf Granate für Biowaffen
Die US Armee hat ein neues Patent erteilt bekommen, dessen Ansprüche ausdrücklich auch den Gebrauch einer neuen Granate für die Ausbringung biologischer Waffen umfassen. Damit liegt eine deutliche Verletzung der Biowaffen-Konvention vor.

24. Mai 2002 - Presseerklärung
US Department of Justice Receives "Non-Lethal" Biological Weapons Documents (auf Englisch, auf unserer amerikanischen homepage)

8. Mai 2002 - US-Militärs planen Entwicklung neuartiger Biowaffen
Zwei Forschungsanträge für gentechnisch veränderte Bakterien zur Materialzerstörung beweisen Interessen am Einsatz offensiver Biowaffen

19. Februar 2002 - USA forschen an ethno-spezifischen Stink-Bomben
Über rassistische Forschungsprojekte des Pentagon und Grenzverletzungen der Chemiewaffen-Konvention (englischsprachige Presseerklärung)

6. November 2001 - "Gute" Biowaffen gibt es nicht"
Ein Kommentar von Jan van Aken in der taz über die Biowaffen-Ambitionen der USA und die harte Haltung der Bush-Administration

4. September 2001 - Presseerklärung
Fragwürdige Biowaffen-Forschung in den USA - New York Times enthüllt militärische Forschung am Rande der Legalität.


Theoretisches

November 2002 -code of conduct für die Biowaffen-Abwehrforschung
Anlässlich der 5. Überprüfungskonferenz wurde in Genf ein "code of conduct" für staatliche Programme zur Biowaffen-Abwehrforschung vorgestellt. Entwickelt wurde er von der Federation of American Scientists in Zusammenarbeit mit vielen anderen Organisationen weltweit, darunter auch das Sunshine Project.

Februar 2002 - Grenzen für die Defensivforschung
Erster Versuch einer Grenzziehung: Plädoyer für ein Verbot gentechnischer Experimente mit waffentauglichen Genen in Militärlabors (erscheint in Wissenschaft & Frieden)

Februar 2002 - Grenzen für die Defensivforschung (ausführliche englische Version)
(erscheint im INESAP-Bulletin)


Weitere Informationen finden Sie in unserem Archiv
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