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Letzte Aktualisierung: Friday, November 07, 2003


Biologische Abwehrforschung in Deutschland

Hier gehts zur Biowaffen-Forschung in den USA

Biologische Forschung zu zivilen und defensiven Zwecken ist nach der Biowaffen-Konvention ausdrücklich erlaubt. Problematisch wird die Defensivforschung jedoch dadurch, dass in einigen Fällen auch ein offensives B-Waffen-Potenzial mit entwickelt wird, beispielsweise wenn für die Überprüfung von Nachweisverfahren oder Impfstoffen geringe Mengen der Kampfstoffe produziert werden. Eine klare Grenzziehung zwischen offensiv und defensiv ist deshalb manchmal nur schwer zu ziehen - sie ist jedoch nicht prinzipiell unmöglich. Mit zunehmendem Entwicklungsstadium treten die Unterschiede zwischen Angriffs- und Verteidi-gungsforschung immer stärker hervor. Große Produktionsanlagen, Sprühanlagen oder gar Bomben zum Ausbringen von Krankheitserregern lassen sich mit keinem Defensivargument logisch rechtfertigen.

In Deutschland wird derzeit sicherlich nicht an offensiven Biowaffen geforscht, doch auch hier wirft die biologische Abwehrforschung Fragen auf (siehe untenstehende theoretische Beiträge), zumal die Bundeswehr bislang nicht gerade eine offensive Öffentlichkeitsarbeit betreibt.

In einer aktuellen Initiative (siehe unten!) fordern wir von der Bundesregierung, Transparenz und eindeutige Grenzen für die biologische Abwehrforschung zu garantieren.

Juni 2002 - Biologische Waffen - Forschungsprojekte der Bundeswehr
Eine Broschüre mit Detailinformationen über das aktuelle Forschungsprogramm aus dem Juni 2001

24. September 2003 - Grenzen für die biologische Abwehrforschung
In einer gemeinsamen Initiative fordern das Sunshine-Projekt, medico international und die IPPNW die Bundesregierung auf, ein Höchstmaß an Transparenz und klare Grenzen für die Biowaffen-Forschung zu garantieren. Deutschland kann und muss jetzt etwas gegen die Bedrohung durch biologische Waffen tun.
Informieren Sie sich
hier über unsere Initiative!
Unterstützen Sie uns darüber hinaus bei dieser Aktion. Fordern Sie Außenminister Fischer und Verteidigungsminister Struck zum Handeln auf!
Hier gibt es die Unterschriftenlisten dafür!

21. Mai 2003 - Fragwürdige Biowaffen-Abwehrforschung in Deutschland
Bundeswehr hält starrköpfig an Forschung mit gentechnisch veränderten Bakterien fest.

2. April 2002 - Gentechnik bei der Bundeswehr
Auswertung der Meldung des Verteidigungsministeriums an den Verteidigungsausschuss des Bundestages (vom 22. März 2002)

20. Februar 2002 - Kleine Anfrage der CDU zu Biowaffen
Ein Kommentar des sunshine project zur Antwort der Bundesregierung


Theoretisches

November 2002 -code of conduct für die Biowaffen-Abwehrforschung
Anlässlich der 5. Überprüfungskonferenz wurde in Genf ein "code of conduct" für staatliche Programme zur Biowaffen-Abwehrforschung vorgestellt. Entwickelt wurde er von der Federation of American Scientists in Zusammenarbeit mit vielen anderen Organisationen weltweit, darunter auch das Sunshine Project.

Februar 2002 - Grenzen für die Defensivforschung
Erster Versuch einer Grenzziehung: Plädoyer für ein Verbot gentechnischer Experimente mit waffentauglichen Genen in Militärlabors (erscheint in Wissenschaft & Frieden)

Februar 2002 - Grenzen für die Defensivforschung (ausführliche englische Version)
(erscheint im INESAP-Bulletin)


Weitere Informationen finden Sie in unserem Archiv
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