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Sie befinden sich: Themen > Biologische Abwehrforschung Deutschland
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Biologische Forschung zu zivilen und defensiven Zwecken ist nach der Biowaffen-Konvention ausdrücklich erlaubt. Problematisch wird die Defensivforschung jedoch dadurch, dass in einigen Fällen auch ein offensives B-Waffen-Potenzial mit entwickelt wird, beispielsweise wenn für die Überprüfung von Nachweisverfahren oder Impfstoffen geringe Mengen der Kampfstoffe produziert werden. Eine klare Grenzziehung zwischen offensiv und defensiv ist deshalb manchmal nur schwer zu ziehen - sie ist jedoch nicht prinzipiell unmöglich. Mit zunehmendem Entwicklungsstadium treten die Unterschiede zwischen Angriffs- und Verteidi-gungsforschung immer stärker hervor. Große Produktionsanlagen, Sprühanlagen oder gar Bomben zum Ausbringen von Krankheitserregern lassen sich mit keinem Defensivargument logisch rechtfertigen.
In Deutschland wird derzeit sicherlich nicht an offensiven Biowaffen geforscht, doch auch hier wirft die biologische Abwehrforschung Fragen auf (siehe untenstehende theoretische Beiträge), zumal die Bundeswehr bislang nicht gerade eine offensive Öffentlichkeitsarbeit betreibt. In einer aktuellen Initiative (siehe unten!) fordern wir von der Bundesregierung, Transparenz und eindeutige Grenzen für die biologische Abwehrforschung zu garantieren. |
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Eine Broschüre mit Detailinformationen über das aktuelle Forschungsprogramm aus dem Juni 2001 In einer gemeinsamen Initiative fordern das Sunshine-Projekt, medico international und die IPPNW die Bundesregierung auf, ein Höchstmaß an Transparenz und klare Grenzen für die Biowaffen-Forschung zu garantieren. Deutschland kann und muss jetzt etwas gegen die Bedrohung durch biologische Waffen tun. Informieren Sie sich hier über unsere Initiative! Unterstützen Sie uns darüber hinaus bei dieser Aktion. Fordern Sie Außenminister Fischer und Verteidigungsminister Struck zum Handeln auf! Hier gibt es die Unterschriftenlisten dafür! Bundeswehr hält starrköpfig an Forschung mit gentechnisch veränderten Bakterien fest. Auswertung der Meldung des Verteidigungsministeriums an den Verteidigungsausschuss des Bundestages (vom 22. März 2002) Ein Kommentar des sunshine project zur Antwort der Bundesregierung Theoretisches Anlässlich der 5. Überprüfungskonferenz wurde in Genf ein "code of conduct" für staatliche Programme zur Biowaffen-Abwehrforschung vorgestellt. Entwickelt wurde er von der Federation of American Scientists in Zusammenarbeit mit vielen anderen Organisationen weltweit, darunter auch das Sunshine Project. Erster Versuch einer Grenzziehung: Plädoyer für ein Verbot gentechnischer Experimente mit waffentauglichen Genen in Militärlabors (erscheint in Wissenschaft & Frieden) (erscheint im INESAP-Bulletin) |