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Die japanische Armee entwickelte im 2. Weltkrieg in der besetzten Mandschurei biologische Waffen. Bei grausamen Menschenversuchen wurden Tausende von Kriegsgefangenen getötet. Ab 1940 setzte die japanische Armee die biologischen Waffen dann mehrfach in China ein. Einige Überlebende werden seit über 60 Jahren von schmerzhaften eitrigen Wunden an den Beinen gepeinigt, die damals von den biologischen Waffen verursacht wurden. Vor zehn Jahren taten sich die Opfer zusammen und verklagten die japanische Regierung auf Schadensersatz. Jetzt liegt der Fall vor dem obersten Gerichtshof in Tokio, mit einer Entscheidung ist in Kürze zu rechnen.
Im Juni 2006 bereiste Jan van Aken vom Sunshine Project mit dem renommierten Fotographen Matthias Ziegler die chinesische Provinz Zhejiang und sprach mit Opfern, ihren Verwandten, örtlichen Gesundheitsbehörden und Aktivisten in der Region. Eine Reportage über die vergessenen Biowaffen-Opfer von Zhejiang wurde im August 2006 im Greenpeace Magazin veröffentlicht, weitere Informationen finden Sie auf dieser Website.
Diese Recherche war nur möglich durch die Hilfe von Wang Xuan, der charismatischen Vertreterin der Opfer, die sich seit Jahren unermüdlich für deren Belange einsetzt und entscheidend dazu beigetragen hat, die Klage in Tokio auf den Weg zu bringen. Sie hat alle Kontakte in Zhejiang für uns hergestellt, uns begleitet, gedolmetscht und ihr umfangreiches Wissen über die Geschichte der japanischen Biowaffen-Angriffe zur Verfügung gestellt. Dafür danken wir ihr von ganzem Herzen. Hier finden Sie ein Portrait dieser eindrucksvollen Frau.
Hinweis: Alle Fotos auf den folgenden Seiten sind urheberrechtlich geschützt und dürfen nicht ohne Genehmigung des Fotographen verwendet werden.
Der Reisebericht ist in drei Teile gegliedert, die Sie jeweils einzeln aufrufen können. Der gesamte Bericht (ohne Fotos) ist als pdf-Datei hier erhältlich. Zur besseren Orientierung ist hier ein Karte von China under Provinz Zhejiang zu finden. Weitere Informationen, insbesondere zu den japanischen Biowaffen-Forschern und den Todeslaboren von Ping Fan, sind auf der Webseite unserer amerikanischen Kollegen in englischer Sprache verfügbar, www.sunshine-project.org.
Teil 1: Der Pestangriff 1940 auf Quzhou - ein japanisches Flugzeug wirft infizierte Flöhe über der Stadt ab - über 5000 Menschen sterben allein in Quzhou - ein Augenzeuge berichtet - der Leiter der lokalen Gesundheitsbehörde sammelt akribisch alle epidemiologischen Daten - bis heute müssen die Ratten von Quzhou auf Pestbakterien untersucht werden.
Teil 2: Die 'rotten leg villages' - Hunderte Überlebende leiden bis heute unter schwärenden Wunden - vier Opfer berichten von den japanischen Angriffen und ihren lebenslangen Schmerzen.
Teil 3: Die Pestopfer von Chongshan klagen an - ein Drittel des Dorfes stirbt an der Pest - ein Überlebender berichtet - die Klage gegen die japanische Regierung - das offizielle Japan schweigt und schaut weg.
Wang Xuan - eine Frau kämpft für die Opfer
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